Archiv für Juli 2012

Schandenfibel 34/2012

21.07.2012 Berlin ---> Deichbrand

Als wir nach ewiglangen Staus und einer verdoppelten Reisezeit endlich beim Deichbrand ankommen, sieht es dort immer noch nicht rosig aus. Ein kurzer aber intensiver Sturm hatte am Vortag die halbe Bühne zerlegt. Leider werden die handwerkenden sexy Rigger nicht früh genug bis zu unserem Gig mit den Reparaturen fertig, daher wird er kurzfristig abgesagt. Wir hängen im Backstage noch ein bisschen konsterniert mit Fiva, ein paar von den Buben aus Husum und dem Hund von Marsimoto ab. Dann fahren wir Heim bzw. nach Hamburg und München. Schade.

Schandenfibel 33/2012

13.07.2012 Berlin ---> Graefenhainichen/Ferropolis

Überbepackt mit allem was man so nicht braucht auf einem Festival besteigen wir unsere kleine weisse Pferdekutsche und reisen 3 Tage lang durch den wunderschönen Osten des Landes, vorbei an Hühnengräbern, Märchenschlössern, Burgfesten und sogar über einen echten Fluß setzten wir via Mittelalterfähre über. Wir schliessen Freundschaft mit dem freundlichen Fährmann, der den lustigen Namen A.Hiller trägt und vereinbaren ein baldiges Wiedersehen. Beim Melt angekommen, regnet es erstmal fast komplett durch, macht aber nicht viel, denn wir wollen eh nur mehrere Würste grillen und dippen. Abends findet unser Konzert zwar statt, nur in etwa zwei Stunden später. Wessen Entscheidung auch immer das gewesen ist , unsere war es nicht. Wir verzichten darauf die Schlange zu grillen, denn Luigi hat noch genügend Bratutensilien dabei und flambiert uns alles was wir wollen zu egal welcher Uhrzeit a la Minute. Wir bleiben noch bis Montag, treffen viele nette Leute die wir echt lange nicht mehr gesehen haben und auch ein paar Idioten. Zum Schluß kommt dann glücklicherweise noch Ellen Allien bei unseren Zelten auf dem Sleeplessfloor vorbei. Geil!

DIE RATTENKÖNIGIN IST EIN WASCHECHTER PRINZ

„DIE RATTENKÖNIGIN IST EIN WASCHECHTER PRINZ“ TOUR 2012
präsentiert von Musikexpress und Fast Forward

Mi. 17.10 Potsdam (Lindenpark) Lindenpark

Do. 18.10 Jena (Kasablanca) Kassablanca

Fr. 19.10 Nürnberg (Löwensaal) / Loewensaal

Sa. 20.10 Würzburg (Posthalle) / Posthalle

Mo. 22.10 Konstanz (Kulturladen) / Kulturladen

Di. 23.10 CH-Aarau (Kiff) Kiff

Mi. 24.10 CH-Lyss (Kufa) / Kufa

Do. 25.10 A-Innsbruck (Weekender) / Weekender

Fr. 26.10 Reutlingen (Franz K) / Franz K.

Sa. 27.10 Bielefeld (Stereo) / Stereo

Tickets und Infos unter: / Audiolith

Schandenfibel 32/2012

08.07.2012 Karlsruhe ---> Bochum

Als wir Karlsruhe wieder verlassen, verfahren wir uns und sind plötzlich wieder in Karlsruhe. Macht aber nichts, denn hier ist es erstaunlich schön und viel weniger Stau als Richtung Bochum. Da wir noch nie klar kamen, tun wir es hier ebensowenig, denn unser Hotel riecht nach Schlauchboot und man muss einen Nacktscanner durchschreiten um es zu betreten. Im Verlauf unseres Aufenthalts von 12 Stunden werden dort Mitglieder unserer Reisegruppe von dem ein oder anderen Angestellten des „Art Hotel (Muhaha)“ Tucholsky (LOL) dümmstens angelabert und teilweise sogar bedroht. Sind wir gewohnt und verhauen sie nur teilweise nicht. Abends dürfen wir dann für 1live auf einem Straßenfest spielen, was immens viel Spass macht, denn es sind ganz viele Leute gekommen. Unsere Freunde von Susanne Blech sind auch vor Ort und müssen uns über sich ergehen lassen, bis tief in die Nacht. Ansonsten ist auch noch Fiva MC am Stizzle sammt Band die wir leider komplett verpassen, dafür treffen wir Danja und zwingen sie auf die Bühne. Ausserdem kucken wir die Orsons und quatschen mit Teilen von ihnen über den Zeitgeist und Cousinen. Nachts fressen wir uns noch durch die komplette Fressmeile und klettern über die Dächer in unsere Hotelzimmer aus Angst nochmal dem bösen Glatzkopf oder dem anderen Karate-Hotelpagen zu begegnen.

(Pic 2 und 3 by Martin Schlesinger)

Schandenfibel 31/2012

07.07.2012 Feldkirch ---> Karlsruhe

In Karlsruhe waren wir noch nie, was sich aber schlagartig ändert, als wir Karlsruhe betreten. Friedel ist hier Stammgast und erzählt uns von seinen nächtliche Streifzügen mit den örtlichen Größen aus der Karlsruher Halbwelt. Heute machen wir alles besser, heute wird alles gut. Die drei Franzosen von We are Enfant Terrible zocken heute mit uns und setzen ihre Lehrgänge in Sachen Weinkunde an uns weiter fort. Wir lernen die wichtigsten zwei Dinge die ein französischer Rotwein vorweisen muss, 1. „Le Cul“ und 2. „Le Chateau“. Bämmm! Nachts nach dem konzert spielen wir Flöte in der Innenstadt und philosophieren über die katholische Kirche und ihre immensen Spätfolgen auf unsere Sexualität. Danke dafür Clotilde.

PS: „He`s that kinda guy that pukes through the flute and she`s that kinda girl that can nuke with her boobs.“

Schandenfibel 30/2012

06.07.12 Stuttgart ---> Feldkirch

Feldkirch ist ein kleines Dorf im Vorarlberg. Dort wurden bis vor 5 Jahren noch Hexen verbrannt. Dann kam das Poolbar-Festival und brachte wunderbare Musik in die düstere Bergwelt – seit dem wurde dort fast alles besser. Wir kommen schon Mittags an weil der Rumäne fährt wie ein Henker. Das liegt daran, dass er bevor er nach Deutschland gekommen ist, wirklich als Henker gearbeitet hat. Er redet da aber nicht so gerne drüber. Zumindest bis er zwei Bier getrunken hat.
Auf jeden Fall sind wir zu früh da. Deswegen ballern wir 16er Blech ohne Ende. Bierdosen sind der geilste Shit der Welt. Komisch das die in Deutschland noch nicht eingeführt wurden.Hoffentlich kommt das bald wenn die Piraten Partei regiert. Alles ist sehr schön und die Leute vom Poolbar kümmern sich sehr rührend um uns. Leider haben sie unseren Rider mit dem von Marlyn Manson verwechselt und alle Spiegel entfernt aus der Garderobe. Jetzt muss Friedel ohne Maske mischen. Fuck. Wie peinlich…

Luigi ballert 16er Bleches als wären sie selbstgebrannter Balinka. Jokel fliegt nach dem Soundcheck von der Bühne direkt auf seinen Kopf. Zum Glück ist Luigi auch Arzt. Der ballert ihm erstmal – nein kein 16er – sondern gleich ne Vodkabull-Mische rein. Das macht den Jokel sofort wieder munter. Das Konzert wird leider geil. Danach singen im Backstage mit Gesine und Eder. Flame ist verletzt weil er so krass getanzt hat auf der Bühne dass sein Kostüm angefangen hat zu brennen. What to funk? Haha! Wie geil er gebrannt hat… Haha. Wir gehen früh schlafen weil wir die hübschen Zimmer im Hotel zum Bären voll auskosten wollen. Friedel und Malte kriegen Einzelzimmer. Der Rest darf sich ein Zimmer teilen. Cool!

Schandenfibel 29/2012

05.07.12 Berlin ---> Stuttgart

Endlich wieder in Stuttgart. Das letzte Konzert von der Frittenbude in der Stadt ist 21 Jahre her. Damals als Support für Nirvana – ebenfalls im LKA. Um so größer die Freude als wir den Laden betreten: Es hat sich nichts verändert! Selbst die wunderschönen Wandbilder sind geblieben. Unsere Feinde von Supershirt sind schon da und wollen mit allen Mitteln unser Konzert verhindern. Als Tontechniker haben sie einen Koch dabei. Der verknotet erstmal schön alle Kabel von der Analage so das der Bürgermeister erstmal 3 Stunden alles entzwirbeln muss mit seinem Bowiemesser. Das Konzert kann Supershirt so aber nicht verhindern. Zufällig kommt noch FUCK ART LETS DANCE vorbei und fragen ob sie auch mal hier stattfinden dürfen. Sie dürfen – und zocken die beste Show ihres Lebens runter. Sofort danach verschwinden sie wieder in die Nacht. Merkwürdig. Steppel kommt vorbei mit seinem Kollegen von der Drogenfahndung. Sie finden aber nichts weil der Veranstalter oder häää schon alles eingebaut hat. Das Hotel in dem wir absteigen (Hilton Granini) beweist multikulturelle Kompetenz und legt dem Rumänen eine tote Taube auf den Parkplatz. In seinem Land eine Respektbekundung. Luigi ist tief bewegt. Den Rest des Abends singt er vor Freude alte russische Lieder und verteilt das Merchgeld an Passanten. Besondere Vorkommnisse: Es ist nur 45 grad warm.


Supershirt Live im LKA/Stuttgart

Schandenfibel 28/2012

Berlin ---> St. Gallen

Da Wolle uns ausnahmsweise mischt, fährt er natürlich mit einem Taxi von Hamburg nach Berlin, die Bahn zahlt zum ersten mal irgendwas und ausnahmsweise. Georg, der schönste Veranstalter der Welt wird von uns liebevoll für seine Bavarianyouthopinionleaderaktivitäten belohnt und darf mit uns in die Schweiz fahren, was er auch klasse macht, denn er muss ja nur sitzen. Pierre unser Busfahrer würde lieber wieder mit Blumentopf als mit uns touren, lässt sich das aber nicht anmerken, denn er ist Profi, genau wie wir.

Mittags dann ohne Ende Sonne und nervige Stars im Backstage. Wir gehen schwimmen in der Pisse von Kraftklub, weil die waren vor uns da und haben das ganze Bergbachwasser mit ihren selbstgedrehten Asselkippen versifft, zu Recht. Später kucken wir noch Musik von anderen Bands, getrennt von einander, wegen Lagerkoller, teilweise auch nur auf Flatscreen im backstage. Eder und Gesine kommen wie immer zu Besuch und versüßen uns Tage wie diesen mit ihrer adäquaten Anwesenheit. Deshalb kucken wir uns auch zum ersten Mal dann ein Konzert von diesen Kraftklub zusammen an und finden das genau wie Campino, was er Martin auch erzählt, aber eigentlich sucht er den Brummer. Hulk Hogan trägt ihn dann nach Hause, weil er es kann und gerne tut. Alles superstabile Boys, Löve.

Schandenfibel 27/2012

17.06.2012 Fulda ---> Trier

Die Nacht war kurz, wir gehen schwimmen, leider ist kein Wasser im Nordbad. Abends gibts dann ordentlich Blech, Art und Ego. Danach noch Bratze und uns. Herrlich, wir haben echt ne gute Zeit, mit die beste vielleicht. Nebenan wohnt ein Nazi, der Stadtnazi, der sicher auch eine gute Nacht hatte. Der Tante wird sich auf keinen Fall beschweren. Ein geiles Zeug.

Schandenfibel 26/2012

16.06.2012 Berlin ---> Fulda

Der Nighty wartet pünktlich um 01.00 Uhr in Lichtenberg. Egotronic und Bratze sind auch teilweise mit dabei. Wir trinken Pilsken, schlafen ein und wachen in Fulda auf. Da irgendwer schon mal in Fulda war kommt uns auch alles sehr bekannt vor, das Essen ist ja hier mit das Beste das es gibt, weltweit. Abends ist es dann ultra heiss und wir machen Blödsinn auf unseren Lieblingsbrettern. Schande passiert auch, sie kommt und geht, genau wie wir.