Archiv für September 2015

Schandenfibel 2015/#08

Das Leben ist wie grillen. Manchmal verbrennt die Wurst, manchmal nicht. Ob sie dann aber auch noch schmeckt ist eine ganz andere Sache. Diese Worte hat Harald Juhnke nie gesagt, sie hätten ihm aber gut zu Gesicht gestanden. Genau wie der Schampus und die Schnäpse im Ritz und dem Adlon. Da ist er auch immer auf dem Dach gewesen als Astronaut*. Wenn man im Wedding geboren worden ist, wie Harald Juhnke, dann ist man ein richtiger Berliner. Wir sind keine richtigen Berliner. Bei uns heissen Berliner irgendwie immer Krapfen und nicht Pfannkuchen. Ausserdem sind hier Pfannkuchen Eierkuchen und das verwirrt uns. Wir bestellen daher nur noch Dürümdöner mit Kartoffelpotatoes. Zum Glück ist Mäcki überall gleich und Pizza schmeckt eh immer. Hiphop ist wie Pizza.

*jaja, wir wissen schon

Schandenfibel 2015/#07

Wer meint wir wären verloren hat teilweise Recht. Denn wir sind so lost. Das Universum ist big und wir sind klein und small. Wir hustlen aber hart und machen manchmal sogar Dinge auf die wir keinen Bock haben. Doch sowas gehört irgendwie auch zum Job und jeder Job ist meistens ein Job. Manche Interviews zum Beispiel sind wie aufstehen müssen. Früh aufstehen müssen. Spät ins Bett gehen und früh aufstehen müssen müssen. Wir lassen uns dann aber routiniert nichts anmerken und stammeln wie gewohnt herum, benutzen Fremdwörter deren richtige Bedeutung wir nicht kennen und so, richtig epic. Alles für den Fame. Alles für Platz 10. Schlachtrufe BRD.
Als wir am 13.08. Hamburg erreichen ist der Himmel grau. Der Zug fährt weiter nach Lübeck. Wir steigen Dammtor aus. Es fährt auch ein Metronom von Gleis 13b nach Uelzen über Lüneburg. Erlebnis Deutsche Bahn. Es ist 10 Uhr 39. Passt. Der Schaffner kommt, er ist eine Schaffnerin.

Schandenfibel 2015/#05

Phillip ist lustig, denn er ist megaglücklich. Bester Sommer seines Lebens. Das finden wir gut. Moritz ist Jazzer. Er jazzt andauernd irgendwo herum oder mit und spielt in gefühlten 20 Jazzbands und das kommt sogar ziemlich genau hin. Jetzt verstehen auch wir endlich Jazz und wissen nebenbei was Blues ist. Jazz ist unendlich und Blues ist nicht Jazz.
Endlich mucken. Wir mucken so krass im Loch herum, dass wir in uns schwimmen und zum klarkommen Bananen essen. Seit Martin bei Kaisers gesehen hat, dass sein Vorbild „Appi“ dort immer ganz viele Bananen kauft, kaufen auch wir immer ganz viele Bananen. Aber nicht bei Kaisers. Aus politischen Gründen. „Bananen aus Lichtenberg“ wäre ein toller Album Titel gewesen. Lichtenberg liegt in Berlin, da ist unser Bunker. Man sagt dort leben viele Nazis. Das stimmt.

Schandenfibel 2015/#03.0

Seit wir im Februar den Bunker verlassen haben versuchen wir uns gesünder zu ernähren, was heisst, dass wir bei Mäcki jetzt Salat zum Big Tasty essen oder nicht immer nur Pizza. Martin lebt eh gesund, denn er isst gar nichts und verlässt das Hain nur noch selten. Endlich ist Sommer. Da sind wir wie Peter Fox. Weil unser Album ein Post-Sommer Album ist, haben wir keine Lust das es erscheint. Weil Sommer vorbei. Da sich immer noch alles so anfühlt wie es ist müssen wir uns schon wieder verändern um nicht stehen zu bleiben. Gelingt uns, irgendwie.
Europa ist nebenbei ein mieses Stück Scheisse. Das wird man als Europäer ja wohl mal sagen dürfen. Armes Europa.

Schandenfibel 2015/#04

Jakob hat jetzt bei Konzerten auch eine Trommel und will einen neuen, zweiten Bass, denn er braucht jeweils einen mit alten Saiten und einen mit neuen Saiten. Beide schwarz. Zweimal der gleiche. Leider hat er keinen Headless Bass. Weil Headless Bass = bester Bass.
Er und Martin haben auch beide aus Versehen keine Iphones mehr. Bald wird sich das aber ändern, damit bei Instgram auch endlich was geht. Bestimmt holen sie sich Zwillingshandys. Das muss schon sein. Dann gibt es endlich auch wieder noch mehr Verwechslungsmöglichkeiten. Von hinten sehen sie ja eh beide fast gleich aus. Da kann man echt nie Überraschungsnackenschellen verteilen, weil man sich ja nie sicher sein kann ob man den richtigen trifft. Ausser man macht einfach bei beiden, dann geht das.
Es ist ein schöner Sommer, es ist meistens warm, wärmer oder noch wärmer. Manchmal tindern wir uns daher teilweise von Abendbrot zu Abendbrot und treffen sogar alte Bekannte in der Sauna und im Backstage wieder. Irgendwann fahren wir zu Audiolith. Dann wird der Schaffner eine Schaffnerin sein.

Schandenfibel 2015/#03

Die Biber (Musclebeaver) haben wieder ein schönes zu Hause für unser Baby gezimmert. Damit es darin auch schön warm ist, stopfen sie noch Socken und anderen Kram mit rein. Wir wollen unbedingt Top 10 gehen. Müssen das auch. Wer sich zum Affen macht, wird zum Affen. Isso.
Die Stadt ist groß, man hat viel Platz. Wir sind jedenfalls nicht Peter Fox und Casper sind wir auch nicht. Ein bisschen, maybe. Über den Wolken und so (weiter). Erstmal einen hazen. Irgendwo muss ja irgendwo in Berlin auch noch irgendwo ein Eimer irgendwo rumstehen. Distelmeyer Style.
Wir hängen mit unseren Jungs/innen ab und denken uns Konzepte aus, denn wir brauchen eine Story. Musik alleine reicht leider nicht. Ein neues Album ist noch keine Story. Wir überlegen kurz auszuwandern oder uns aufzulösen. Beides ähnlich, beides eine Story. Wir bleiben.
Wir wollen mal wieder noch mehr Solis spielen. Es wird geflucht, weil das jetzt so teuer ist mit unserer 12 köpfigen Medusa (Crew) und den vielen Backlinern alleine für Martins Gitarre und Moritzis Drumset. Phil genügt Noppenfolie. In die wickelt er seine Keyboards ein und wirft sie dann in eine große Kiste. Wird schon. Rojava braucht eine Feuerwehr!

Durch Senden von „Rojava“ an die *81190* werden automatisch 5€ abgebucht. (Nach Abzug der Kosten kommen davon 4,83€ dort an.)

Schandenfibel 2015/#02

Langsam müssen wir üben, üben fürs Southside und Hurricane. Erst holen wir Moritz an die Drums, dann Phillip an die Tasten. Dafür schmeissen wir die Tiere raus. Flame ist traurig. Wir auch. Keiner hat uns so gut getan wie dieser Panda (wait, maybe Luigi). Flamme 2000 we will always adore/love/kiss you. Kiss Kiss. XXOOOO
Doch irgendwie muss es weiter gehen? Zurück ins Loch/Bunker. Proben. Richtig proben, Alter/Oider. Southside/Hurricane. Es schwebt über uns wie Fallbeile. Immer schön geschliffen. Zum Glück spielen wir vorher noch ein paar kleine, vernünftige und gemütliche Shows in Flensburg und Rostock. Das Team ist top, die Euphorie steigt. Erst Rostock, dann Flensburg. Die Idioten haben unsere Banner zusammen geklebt statt sie aus einem Stück herzustellen. Auch das ändert sich nie. Merkt eh keiner. Blah. Wir fahren raus aufs Land zum Nieplitzhof und chillen mit den Alpakas. Die Hälse darf man streicheln, niemals den Kopf! Beste Frisuren. Wir machen Selfies und auch mehrere Videos. Auf dem Rückweg kaufen wir Spargel Klasse 1A Bio Quali. Schmeckt wie Holz, sieht auch aus wie Holz. Nice!